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Port Olpenitz

In dem Großprojekt Port Olpenitz liegen große Chancen für die Schaffung neuer Arbeitsplätze, wie wir sie in unserer Region so dringend benötigen. Zudem erhoffen wir uns zusätzliche Kaufkraft sowie Steuereinnahmen, die den angegriffenen Haushalt unserer Stadt ein gutes Stück stützen könnten.

Diese erhoffte positive Entwicklung kann aber nur realisiert und sichergestellt werden, wenn Port Olpenitz in der angekündigten Zeit verwirklicht wird. Die nötigen städtebaulichen Verträge müssen so gestaltet werden, dass diese Ziele auch erreicht werden. Der ohnehin marode städtische Haushalt darf nicht mit zusätzlichen Kosten belastet werden, die im Zusammenhang mit Infrastrukturmaßnahmen des Projektes stehen. Dies gilt – um nur einige Beispiele zu nennen - für Verkehrs- und Lärmschutzgutachten ebenso wie für die Schaffung notwendiger baulicher Anlagen oder den durch das Projekt entstehenden Ausrüstungsbedarf unserer Feuerwehr.

Politik und Verwaltung sind mit der Umsetzung und fachlichen Begleitung dieses Großprojektes überfordert. Aus unserer Sicht muss daher soviel Sachverstand und Fachwissen wie nur möglich von außen mit eingebunden werden.
Ein übergeordnetes Ziel für uns wird es darum sein, sachkundige Bürgerinnen und Bürger sowie Interessierte aus Kappeln und der Region mit einzubinden.

Ökologie und Ökonomie müssen sich nicht ausschließen. Gerade für unseren Tourismus ist eine intakte und erlebbare Umwelt von unschätzbarem Wert. Nur wenn von Seiten des Investors diese Tatsache anerkannt wird, wird Port Olpenitz zu dem Erfolg, den wir uns alle wünschen.

Mit Sorge haben wir verfolgt, dass viele Chancen des aufeinander Zugehens des Investors mit den Vertretungen der Umweltverbände nicht ausreichend genutzt worden sind. Hier besteht größter Handlungsbedarf, wenn das Projekt nicht scheitern soll. Wir werden uns dafür einsetzen dass diese Gespräche wieder stattfinden.

Jedem größeren Bauprojekt – so sieht es das Baugesetzbuch vor – muss eine unvoreingenommene Abwägung nach sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Aspekten erfolgen.
Die Grünen werden sich dafür einsetzen, dass die bisher in der Stadtvertretung vorhandenen Parteien ihre einseitigen Scheuklappen ablegen und man in der neuen Stadtvertretung dann gemeinsam mit sachkundigen Menschen und Verbänden aus Stadt und Region in einen sinnvollen Dialog eintritt, anstatt wie bisher die Sorgen der Umweltverbände und kritischer Bürgerinnen und Bürger diskussionslos vom Tisch zu wischen.

Nur durch gemeinsame, zielführende Gespräche, die durch Sachkunde, Kompromissbereitschaft und Fairness geprägt sind, werden wir das Projekt Port Olpenitz auf einen guten Weg bringen.

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